PV-Anlage: Kosten pro kWp und Amortisation

Wer eine Photovoltaikanlage plant, will vor allem eines wissen: Was kostet das – und wann habe ich mein Geld wieder drin? Weil sich Anlagen stark in der Größe unterscheiden, ist die aussagekräftigste Kennzahl der Preis pro Kilowatt-Peak (kWp). Dieser Ratgeber erklärt die Kostenlogik und die Amortisation verständlich.

Was bedeutet Kilowatt-Peak (kWp)?

Kilowatt-Peak beschreibt die Nennleistung einer PV-Anlage unter Standard-Testbedingungen. Ein typisches Einfamilienhaus wird meist mit Anlagen zwischen 5 und 15 kWp ausgestattet. Als grobe Orientierung liefert eine Anlage in Deutschland je nach Standort und Ausrichtung ungefähr 900 bis 1.000 Kilowattstunden Ertrag pro Jahr und kWp.

Kosten pro kWp: Warum größere Anlagen günstiger sind

Der Preis pro kWp sinkt mit zunehmender Anlagengröße, weil Fixkosten wie Gerüst, Anfahrt, Planung und Wechselrichter auf mehr Leistung verteilt werden. Kleine Anlagen haben also einen höheren spezifischen Preis pro kWp als große. Den Gesamtpreis bestimmen zusätzlich Faktoren wie Dachart, Modultyp, Zahl der Wechselrichter und ob ein Speicher enthalten ist.

Diese Komponenten stecken im Preis

  • Solarmodule
  • Wechselrichter
  • Unterkonstruktion und Montage
  • Verkabelung, Zählerschrank, Netzanschluss
  • Planung, Anmeldung und Inbetriebnahme
  • optional: Batteriespeicher, Wallbox, Energiemanagement

Konkrete Preisspannen pro kWp veröffentlicht unter anderem die Verbraucherzentrale. Da die Preise regional und je nach Marktlage schwanken, empfehlen wir, mehrere Angebote einzuholen und diese pro kWp zu vergleichen.

Wie sich die Amortisation berechnet

Die Amortisationszeit ist der Zeitraum, nach dem die eingesparten und eingenommenen Beträge die Investition ausgeglichen haben. Zwei Erlösquellen spielen zusammen:

  • Eigenverbrauch: Jede selbst genutzte Kilowattstunde spart den vollen Netzstrompreis – der größte Hebel für die Wirtschaftlichkeit.
  • Einspeisevergütung: Für überschüssigen Strom zahlt der Netzbetreiber die im EEG festgelegte Vergütung (aktuelle Sätze bei der Bundesnetzagentur).

Je höher der Strompreis und der Eigenverbrauchsanteil, desto kürzer die Amortisation. Ein steuerlicher Vorteil kommt hinzu: Für viele private Anlagen gilt beim Kauf der Nullsteuersatz (0 % Umsatzsteuer), und die Einnahmen sind unter bestimmten Voraussetzungen einkommensteuerfrei.

Rechnet sich das über die Lebensdauer?

PV-Module haben eine Lebensdauer von rund 25 bis 30 Jahren und verlieren nur langsam an Leistung. Da sich viele Anlagen deutlich vor Ablauf dieser Zeit amortisieren, produzieren sie danach faktisch günstigen Strom. Der Wechselrichter muss in der Regel einmal während der Lebensdauer ersetzt werden – das sollte in der Kalkulation eingeplant werden.

Fazit

Der Preis pro kWp ist die entscheidende Vergleichsgröße, und die Amortisation wird vor allem durch einen hohen Eigenverbrauch beschleunigt. Ermitteln Sie Anlagengröße, Kosten und Amortisationszeit für Ihr Dach mit unserem Photovoltaik-Rechner.