Wallbox fürs E-Auto: Installation und Fördermöglichkeiten
Die Elektromobilität nimmt weiter an Fahrt auf. Doch wer ein Elektroauto fährt, merkt schnell: Das Laden an der normalen Haushaltssteckdose dauert extrem lange und birgt zudem die Gefahr von Kabelbränden durch Überlastung. Die sichere und komfortable Lösung für das Laden zu Hause ist eine eigene Wandladestation, eine sogenannte Wallbox. Doch was muss man bei der Installation beachten und gibt es dafür noch staatliche Förderung?
Vorteile einer eigenen Wallbox
Eine Wallbox lädt Ihr Fahrzeug deutlich schneller und sicherer als eine Haushaltssteckdose. Die meisten privaten Wallboxen haben eine Ladeleistung von 11 kW. Damit ist ein typischer E-Auto-Akku meist über Nacht, in etwa fünf bis acht Stunden, wieder vollständig aufgeladen. Zudem verfügen intelligente Wallboxen über Zusatzfunktionen: Sie lassen sich per App steuern, bieten Zugangsbeschränkungen via RFID-Karte und können den geladenen Strom für die Abrechnung mit dem Arbeitgeber (bei Dienstwagen) genau erfassen.
Die Verbindung mit Photovoltaik
Besonders interessant wird eine Wallbox, wenn Sie bereits eine Photovoltaikanlage auf dem Dach haben. Intelligente Wallboxen beherrschen das sogenannte „PV-Überschussladen“. Sie laden das Auto automatisch genau dann, wenn die Solaranlage mehr Strom produziert, als im Haus verbraucht wird. So fahren Sie fast zum Nulltarif mit reinem Sonnenstrom.
Installation und Anmeldung
Eine Wallbox darf aus Sicherheitsgründen niemals in Eigenregie installiert werden, sondern immer nur von einem qualifizierten Elektrofachbetrieb. Der Handwerker prüft die bestehende Hauselektrik und verlegt ein entsprechend dimensioniertes Starkstromkabel vom Sicherungskasten zur Garage oder dem Carport.
Wichtig: Wallboxen mit einer Leistung bis einschließlich 11 kW müssen Sie Ihrem zuständigen Netzbetreiber lediglich melden. Wallboxen mit einer Ladeleistung von 22 kW sind jedoch genehmigungspflichtig – der Netzbetreiber muss hier vorab seine Zustimmung erteilen.
Fördermöglichkeiten
Die großzügige KfW-Förderung 440, die in der Vergangenheit 900 Euro pro Ladepunkt bezuschusst hat, ist leider ausgelaufen. Auch das Förderprogramm für die Kombination aus E-Auto, PV-Anlage und Wallbox (KfW 442) ist derzeit gestoppt.
Doch es gibt weiterhin Möglichkeiten, Geld zu sparen: Viele Bundesländer oder Kommunen bieten eigene, regionale Förderprogramme für private Ladeinfrastruktur an. Auch Energieversorger geben oft Zuschüsse zur Wallbox, wenn Sie gleichzeitig einen Autostrom-Tarif abschließen. Für Unternehmen und Kommunen gibt es meist noch aktive Förderprogramme des Bundes (z.B. KfW 441). Ein Check bei der Förderdatenbank des Bundes lohnt sich vor dem Kauf allemal.