JAZ (Jahresarbeitszahl)
Gibt die Effizienz einer Wärmepumpe über ein gesamtes Jahr an. Sie berechnet sich aus dem Verhältnis der abgegebenen Nutzwärme zur aufgenommenen elektrischen Energie.
COP (Coefficient of Performance)
Der COP-Wert beschreibt die momentane Effizienz einer Wärmepumpe unter genormten Laborbedingungen.
kWp (Kilowatt-Peak)
Die Spitzenleistung einer Photovoltaikanlage unter Standard-Testbedingungen (STC). Dient zum Vergleich verschiedener Module.
Einspeisevergütung
Die staatlich festgelegte Vergütung, die ein Anlagenbetreiber für den ins öffentliche Netz eingespeisten Strom (z. B. aus Photovoltaik) erhält.
Photovoltaik (PV)
Die direkte Umwandlung von Lichtenergie, meist aus Sonnenlicht, in elektrische Energie mittels Solarzellen.
Wechselrichter
Ein Gerät, das den von Photovoltaikmodulen oder Batterien erzeugten Gleichstrom in netzüblichen Wechselstrom umwandelt.
Wärmepumpe
Ein System, das der Umwelt (Luft, Erdreich oder Wasser) Wärme entzieht und diese auf ein höheres Temperaturniveau anhebt, um Gebäude zu heizen oder Warmwasser zu bereiten.
Stromspeicher
Ein Batteriesystem (meist Lithium-Ionen), das überschüssigen Solarstrom zwischenspeichert, um ihn später, etwa nachts, nutzen zu können.
Eigenverbrauchsquote
Der Anteil des selbst erzeugten Solarstroms, der direkt im eigenen Haushalt verbraucht wird, im Verhältnis zur gesamten Stromproduktion der Anlage.
Autarkiegrad
Der Anteil des gesamten Stromverbrauchs im Haushalt, der durch die eigene Photovoltaikanlage (und den Stromspeicher) gedeckt wird. Er gibt an, wie unabhängig man vom öffentlichen Stromnetz ist.
SG-Ready (Smart Grid Ready)
Ein Standard für Wärmepumpen, der anzeigt, dass das Gerät in ein intelligentes Stromnetz (Smart Grid) integriert werden kann. So kann die Wärmepumpe beispielsweise automatisch starten, wenn überschüssiger Strom aus der eigenen PV-Anlage oder günstiger Netzstrom zur Verfügung steht.
Bivalenter Betrieb
Ein Heizsystem, das aus zwei verschiedenen Wärmeerzeugern besteht. Meist wird eine Wärmepumpe mit einem bestehenden Öl- oder Gaskessel kombiniert. Die Wärmepumpe übernimmt die Grundlast, während der Kessel nur an sehr kalten Tagen zuschaltet (Spitzenlast).
Nulleinspeisung
Eine Betriebsweise von Photovoltaikanlagen, bei der der gesamte erzeugte Strom entweder selbst verbraucht oder gespeichert wird. Es wird kein überschüssiger Strom in das öffentliche Stromnetz eingespeist.
Kaskadenschaltung
Die Kombination mehrerer Wärmeerzeuger (z.B. mehrere Wärmepumpen) in einer Anlage, um eine höhere Gesamtleistung zu erzielen. Die Geräte werden je nach Wärmebedarf nacheinander zugeschaltet, was die Effizienz und Lebensdauer erhöht.
Monoblock-Wärmepumpe
Eine Bauform der Luft-Wasser-Wärmepumpe, bei der alle wesentlichen Komponenten (Verdampfer, Verdichter, Kondensator) in einem einzigen Gerät außerhalb des Gebäudes untergebracht sind. Die Wärme wird über wärmegedämmte Wasserleitungen ins Haus transportiert.
Split-Wärmepumpe
Eine Wärmepumpe, die aus einer Außen- und einer Inneneinheit besteht. Das Kältemittel zirkuliert zwischen beiden Einheiten, wodurch eine Einfriergefahr bei Stromausfall vermieden wird. Der Verdichter sitzt meist in der Außeneinheit.
Smart Meter (Intelligentes Messsystem)
Ein digitaler Stromzähler, der in ein Kommunikationsnetz eingebunden ist. Er misst den Stromverbrauch (oder die Einspeisung) viertelstundengenau und überträgt die Daten automatisch an den Netzbetreiber, was dynamische Stromtarife ermöglicht.
Wallbox
Eine spezielle Anschlussvorrichtung zur sicheren und effizienten Ladung von Elektroautos im privaten oder gewerblichen Bereich. Sie ermöglicht höhere Ladeleistungen als eine herkömmliche Haushaltssteckdose und lässt sich oft mit einer PV-Anlage koppeln (Überschussladen).
Netzdienlichkeit
Das Verhalten von dezentralen Erzeugern (PV-Anlagen) oder Verbrauchern (Wärmepumpen, Wallboxen), das zur Stabilität des öffentlichen Stromnetzes beiträgt. Dies kann durch gesteuertes Laden, Einspeisen oder die Bereitstellung von Regelleistung erfolgen.
Peak-Shaving (Spitzenlastkappung)
Ein Verfahren im Energiemanagement, bei dem kurze, extrem hohe Strombedarfe (Lastspitzen) im Gebäude durch den Einsatz eines Stromspeichers abgedeckt werden, anstatt diesen Strom aus dem Netz zu beziehen. Dies senkt bei Gewerbetarifen die Netzentgelte erheblich.
Notstromfunktion
Eine Eigenschaft von Wechselrichtern in Kombination mit Stromspeichern, die bei einem Stromausfall eine begrenzte Stromversorgung aufrechterhält, oft jedoch nur manuell zuschaltbar und nur für bestimmte Stromkreise oder an einer speziellen Steckdose verfügbar.
Ersatzstrom
Im Gegensatz zum Notstrom versorgt ein Ersatzstromsystem bei einem Netzausfall das gesamte Gebäude (oder große Teile davon) in der Regel vollautomatisch. Das Hausnetz wird dazu physisch vom öffentlichen Stromnetz getrennt (Netztrennschaltung).
MPPT (Maximum Power Point Tracking)
Eine Technologie in Solarwechselrichtern, die kontinuierlich den optimalen Betriebspunkt der PV-Module (Maximum Power Point) sucht, an dem sie die größte Leistung erbringen, selbst bei wechselnder Sonneneinstrahlung oder teilweiser Verschattung.
Vorlauftemperatur
Die Temperatur des Heizungswassers, das vom Wärmeerzeuger (z.B. Wärmepumpe) zu den Heizkörpern oder der Fußbodenheizung fließt. Je niedriger die nötige Vorlauftemperatur im Haus, desto effizienter arbeitet eine Wärmepumpe.
Heizlastberechnung
Ein standardisiertes Verfahren (nach DIN EN 12831) zur Ermittlung der benötigten thermischen Leistung, um ein Gebäude bei einer bestimmten, ortsabhängigen Normaußentemperatur auf der gewünschten Raumtemperatur zu halten. Wichtig für die Dimensionierung der Wärmepumpe.
Inselfähigkeit
Die Fähigkeit eines Photovoltaik- und Speichersystems, auch ohne Verbindung zum öffentlichen Stromnetz (als „Inselnetz“) dauerhaft stabil zu funktionieren. Der Wechselrichter baut dabei das notwendige Stromnetz (Frequenz und Spannung) selbst auf.
HEMS (Home Energy Management System)
Ein intelligentes Steuerungssystem für Privathaushalte, das Energieerzeuger (PV-Anlage) und Energieverbraucher (Wärmepumpe, Wallbox, Haushaltsgeräte) vernetzt. Ziel ist es, den Eigenverbrauch zu maximieren und Energiekosten zu minimieren.
Jahresnutzungsgrad
Ein Effizienzmaß für Heizsysteme. Er gibt das Verhältnis der innerhalb eines Jahres nutzbar gemachten Wärmemenge zur aufgewandten Energiemenge (Brennstoff, Strom) an, inklusive aller Verluste wie Bereitschafts- und Verteilverluste.
Degradation (bei Solarmodulen)
Der altersbedingte, schleichende Leistungsverlust von Photovoltaikmodulen über ihre Lebensdauer. Hochwertige Module haben heute oft Leistungsgarantien, die maximal 10 bis 15 % Degradation nach 25 Jahren zulassen.
Schwarzstartfähigkeit
Die Fähigkeit eines Ersatzstromsystems (Wechselrichter und Batterie), das Hausnetz nach einem kompletten Zusammenbruch (wenn auch die Batterie komplett leer war) durch den ersten morgendlichen Sonnenstrom der PV-Anlage selbstständig wieder hochzufahren, ohne Netzstrom zu benötigen.